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Impunity-Columbien ein Land im Krieg

Schweiz/Frankreich/Kolumbien 2010
85 Min,
Regie: Juan José Lozano, Hollman Morris
Vorstellungen
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Der Film dokumentiert die Versuche von Angehörigen der Opfer des scheinbar schon ewig andauernden Konfliktes zwischen Paramilitärs, staatlichen Sicherheitskräften und der Guerilla, der Wahrheit über das Schicksal ihrer Liebsten ein wenig näher zu kommen. Wir begrüßen als Gäste die beiden Regisseure Hollmann Morris und Juan José Lozano und laden zu einem anschließenden Filmgespräch mit ihnen ein. (Das Filmgespräch wird simultan verdolmetscht.)"
 

Kolumbien heute: Der grösste Strafprozess gegen paramilitärische Armeen – angeklagt des tausendfachen Mordes – soll „Frieden und Gerechtigkeit“ bringen. Politische und wirtschaftliche Interessen hinter dem paramilitärischen Krieg lassen die Prozesse jedoch abrupt enden. Sind die Angehörigen der Opfer dazu verdammt, für immer Opfer zu bleiben oder gelingt ihnen der Kampf gegen die Straflosigkeit?

Wer sind die Entscheidungsträger dieses Krieges? Woher kamen die Befehle? Was waren die Motive? Was haben multinationale Unternehmen wie Chiquita, das kolumbianische Militär, Geschäftsleute, PolitikerInnen und Drogenhändler zu all dem zu sagen - und vor allen anderen: die Angehörigen der Opfer?

Der Dokumentarfilm IMPUNITY der beiden kolumbianischen Regisseure Juan José Lozano und Hollman Morris stellt Fragen und sucht Antworten bei den im Krieg involvierten Akteuren.

Nach anfänglichem Zögern den Film in Kolumbien zu zeigen - das Filmteam erhielt Morddrohungen während der Filmdreharbeiten - wird IMPUNITY mittlerweile an vielen Orten im Land aufgeführt und in einer Mischung aus Begeisterung und Nachdenklichkeit vom Publikum aufgenommen.

 

Juan José Lozano zeichnete u.a. für den Film Zeuge unerwünscht (Unwanted Witness) aus dem Jahr 2010 verantwortlich, der Hollman Morris porträtiert. Morris ist ein bekannter kolumbianischer TV-Journalist und Produzent, der viel in die vom internen Krieg betroffenen und entlegenen Gegenden reiste, die dortige Bevölkerung sprechen liess und in seiner Fernsehsendung Contravía die Aktivitäten der Paramilitärs und deren Verflechtungen mit politischen und wirtschaftlichen Interessen aufzeigte.

IMPUNITY wurde in 2011 auf mehreren internationalen Filmfestivals - Den Haag, Toulouse, Genf - mit Preisen ausgezeichnet.

Hollman Morris erhält am 25. September 2011 den Internationalen Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg für sein Wirken und Engagement für die Menschenrechte in Kolumbien.

Weitere Informationen zum Film und den Regisseuren finden Sie HIER. // Filmwebseite & Trailer: Impunity // Medienpartner: taz // Eine Veranstaltung von: FDCL e.V., kolko e.V., Polo Mosca, realEYZ // Mit finanzieller Unterstützung durch Stiftung Nord-Süd-Brücken.