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Wild Plants

Ab 12.1. bei uns im Kino!

 

Wild Plants

(englisch OmU)

Dokumentarfilm, USA/ Deutschland/ Schweiz 2016, 113 min.

Regie: Nicolas Humbert

FSK: ab 0

 

 

‚Wild Plants’ sind Gewächse, die sich auf brachem Land ansiedeln, scheinbar unbewohnbares Terrain in Besitz nehmen und neue Lebensräume schaffen.

 

‚Wild Plants’ sind aber auch Menschen, die ihre eigenen Utopien entwerfen und zu Impulsgebern für andere werden. An vielen verstreuten Orten auf der Welt leben Menschen und wachsen Projekte, in denen sich botanischer und biographischer Wildwuchs miteinander verbinden.

 

‚Wild Plants’ ist eine filmische Forschungsreise, begleitet von Fragen über das Verhältnis von Mensch und Natur.

 

In ‚Wild Plants’ begibt sich Nicolas Humbert auf eine Spurensuche, die ihn zu einigen ausgewählten Projekten und Menschen führt: Zu den ‚Urban Gardeners’ im zusammengebrochenen Detroit, zu dem indianischen Philosophen Milo Yellow Hair auf der Reservation von Pine Ridge, zu Maurice Maggi, der seit vielen Jahren die Stadt Zürich mit seinen wilden Pflanzungen verändert und zu der innovativen Landbau-Kooperative der ‚Jardins de Cocagne’ in Genf.

 

Das Wissen um die Kraft der Pflanzen und die Kunst des Gartenbaus ist in der Urbanisierung nicht verschwunden. Altes Wissen verbindet sich mit neuen Ideen und Projekten. Sie sind wie der Humus, der das Alte in Neues verwandelt. Der Film spiegelt aus verschiedenen Blickwinkeln unsere Beziehung zu Natur und Wildnis. Die Verbindung des Menschen mit der Pflanzenwelt hat eine lange Geschichte. Sie führt uns sowohl zu unseren eigenen Wurzeln als auch zu neuen Lebensformen und Gestaltungsmöglichkeiten, die sich uns im Umgang mit Pflanzen offenbaren.

 

Durch eine vielschichtige Erzählstruktur zeichnet ´Wild Plants´ zahlreiche Porträts von jenen, die dem Komfort der Konsumgesellschaft den Rücken kehren und sich wieder der Erde zuwenden, um neue Formen des Zusammenlebens und des Daseins auf der Welt zu erschaffen. Eine Rückkehr zum Wesentlichen, zu den sogenannten Grundbedürfnissen, um der Arbeit einen Sinn zu geben, aber auch, um Antworten auf metaphysische Fragestellungen zu finden. Nicolas Humbert erfaßt mit einem großen Gespür für Poesie die Gesten des Alltags und findet einen Rhythmus, der die Protagonisten in ihrem Leben mit den Kreisläufen der Natur begleitet.